Burgruine Kastelen
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Ort

Die Burganlage ist auch ohne Ortskenntnisse leicht auffindbar. Westlich von Alberswil erhebt sich die bewaldete Anhöhe. Von Osten (Ettiswil, Alberswil) her ist im Winter der Turm leicht erkennbar. Im Sommer verdecken drei mächtige Linden die Ansicht. Die andern drei Seiten sind von einem dichten Buchenwald umgeben. Damit ist das Geheimnisvolle des Ortes gewahrt.

Prähistorische Besiedlung

Eine Silexpfeilspitze aus der Zeit um 3000 v. Chr., zahlreiche Keramikscherben aus der Mittelbronzezeit und eine Gürtelschnalle aus der Spätbronzezeit sind Beispiele aus den Funden, die auf eine prähistorische Besiedlung hinweisen.

Vorgängerburg

Die Untersuchungen der Luzerner Kantonsarchäologie im Innenraum des Wohnturmes weisen deutlich auf eine Vorgängerburg hin. Fundamentgruben und Pfostenlöcher lassen auf eine hochmittelalterliche Holz-/Erdburg schliessen. Sie wies die gleiche Orientierung aus, stand aber etwas weiter südöstlich.

Wohnturm

Zwei Fusswege, der eine vom Dorf Alberswil aus, der andere vom Landwirtschaftsmuseum Burgrain her, führen am heutigen Schloss vorbei durch einen romantischen, mit Hagebuchen gesäumten Hohlweg zum Wald und an die Nordseite des Turmes. Fast furchterregend demonstriert der mächtige Bau über dem Steilhang die frühere Unzugänglichkeit. In der Mauerfront sind markante Öffnungen sichtbar. Diese waren für die Entsorgung im umfassenden Sinne nötig. Leicht ansteigend erreicht der Besucher über die Westseite den Burgraben und auf der Südseite auf einem neuen Weg die östliche Fassade. Diese scheint am freundlichsten gestaltet zu sein. Gutgeformte Bogenfenster liessen den Ausblick frei auf die Landschaft und allfällige Besucher. Der Wohnturm ist das Wahrzeichen der ganzen Anlage, die früher sicher mehrere zusätzliche Gebäude für die Bediensteten und die Tiere umfasste. Markante Tuffsteinquader bilden den äussern Mauermantel. Die Mauern sind gegen zwei Meter stark, auf der Ostseite gar darüber. Die Aussenmasse ergeben 14.65 m x 12.20 m. Die heutige Höhe reicht bis 21 m über dem gewachsenen Boden. Der Besucher wurde früher und auch heute an der Südseite entlang zum Hocheingang an der Westseite geführt. Nach dem Durchschreiten des gotischen Portals kann der Innenraum in seiner Mächtigkeit und Gliederung erfasst werden. Von der obersten Plattform des Aussichtsturmes wird eine prachtvolle Rundsicht geboten.

Die prächtige Aussicht

Schon in der Stein- und Bronzezeit haben die Besucher der Erhebung die Aussicht inmitten des Moor- und Seengebietes gekannt, hier das Wild und das Wetter beobachtet - und ein paar wenige Fundgegenstände zurückgelassen. Die Adelsgeschlechter haben hier ihren Besitz verwaltet, sich vor räuberischen Absichten geschützt und Freund oder Feind schon von weiten erblicken können. Auch heute kann der Besucher bei klarer Sicht, vom Säntis im Osten über den ganzen Alpenkranz bis zum Jura im Westen und über das Mittelland im Norden, die nahe und weitere Umgebung betrachten und sich über den Reichtum der Landschaft, ihrer Formen und Farben und ihres Lichtes erfreuen.

Sodbrunnen

Nahe bei der Südostecke des Turmes trifft man auf  den Sodbrunnen. Er ist im Winter 2003/04 bis auf den Grund ausgeräumt worden und mit 57.6 m der tiefste Sodbrunnen seiner Art in der Schweiz. Über dem Boden ist er neu aufgemauert. Dank einer guten Ausleuchtung kann der Besucher durch den soliden Stahlrost an den unterschiedlich strukturierten Schachtwänden entlang bis auf den Wasserspiegel blicken. Trotz eines stetigen Zuflusses von täglich gegen 200 Litern, bleibt der Wasserstand bei 2.2 m konstant. Eine durchlässige Schicht über dem Nagelfluhgestein des Grundes ermöglicht den ausgleichenden Abfluss. Das Wasser wird nicht genutzt.  Die archäologischen Erkenntnisse lassen die Vermutung zu, dass der Brunnen schon einer Vorgängerburg, wohl aber bei geringerer Tiefe, nützlich war.

Unterstand

Der moderne, 2009 erstellte Unterstand bietet die Möglichkeit, das für den Unterhalt der Burganlage benötigte Arbeitsgerät sicher zu lagern. Für Besuchende und bei der Walpurgisnacht garantiert er Schutz bei schlechtem Wetter - insbesondere für Schulen und Gruppen ein wichtiger Aspekt bei Besuchen auf Kastelen.

Die integrierten Toiletten sind jeweils während den Turmöffnungszeiten geöffnet. Diese moderne Anlage ist für Mensch und v.a. auch den Wald auf Kastelen ein grosser Gewinn!

Architektonisch nimmt der Unterstand die Linien und Formen der Burgruine auf, integriert sich aber auch in die Landschaft, passt sich dem Strassenverlauf an und wird über kurz oder lang weniger auffällig sein, da das Dach bepflanzt wurde.

Die Planung des Unterstandes hat Lukas Wermelinger übernommen. Die Bepflanzung wurde in Zusammenarbeit mit dem NaVo Alberswil-Ettiswil realisiert.

Ansicht von Nord-West
Die prächtige Aussicht zum Beispiel Ettiswil
Wyher-Grosswangen
Willisau
Gettnau
Ohmstal
Nebikon
Egolzwil
Wauwil
Archäologische Aufnahmen im Sodbrunnen
Der Unterstand kurz nach der Fertigstellung 2009. Mittlerweile fällt er schon viel weniger auf - eigentlich schade, denn seine Architektur überzeugt!
Der Unterstand bietet Schutz bei schlechtem Wetter.
Auch vom Unterstand aus ist der Turm zu sehen.
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