Burgruine Kastelen
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1997 - 2016: Der Vorher-Nachher-Vergleich

Vereinsgeschichte

Die Heimatvereinigung Wiggertal hatte seit Jahrzehnten immer wieder auf die Notwendigkeit der Erhaltung der Ruine Kastelen als geschichtlich wertvolles Kultur- und Baudenkmal hingewiesen. Diese Bestrebungen führten zur Gründung des Vereins Burgruine Kastelen.

Die Statuen sind an der Gründungsversammlung vom 27. Juni 1996 genehmigt worden. Am 22. Juli 1996 konnte die Ruine mit Umgelände, zusammen etwas mehr als 28 Aren, mit einem symbolischen Kaufpreis für den Verein gesichert werden.

Die Abparzellierung und der Kauf aus dem Fideikommissgut Sonnenberg wurden ermöglicht durch ein Postulat und eine Interpellation im Grossen Rat des Kantons Luzern und die entsprechende Stellungnahme des Regierungsrates. Daraus folgerte die Zuständigkeit der Kantonalen Denkmalpflege für alle baulichen Massnahmen.

Mit einem beachtlichen Unternehmungsgeist nahmen die Vereinsgründer die Werbung von Mitgliedern und die nötigen planerischen Aufgaben wahr. Die Sicherung der Ruine, die Erstellung einer Materialstrasse, die Installationen für Elektrizität und für Wasser und Abwasser, die Instandstellung der Fusswege und eine besucherfreundliche Platzgestaltung waren die ersten Schritte.

Der heutige Zustand der Burg

Nun galt es, die Substanz des Bauwerkes zu erhalten. Die efeuumwucherte Ruine mit ihren losen Steinen, mit den brüchigen Bögen besonders der obersten Fensterlücken und dem geheimnisvollen Schutt innerhalb und ausserhalb des Turmes hatte wohl ihre besondere Ausstrahlung. Besonders der oberste Bereich war aber höchst gefährdet und der Steinfall auch gefährlich für die Besucher.

Der äussere und innere Mauermantel wurde gesäubert, Lücken fachgerecht geschlossen, die Fugen neu verdichtet und die Fenster in ihrer ursprünglichen Form gesichert. Alle Aufsichten der Mauern und Balken sind vor eindringender Feuchtigkeit geschützt. Das Fundament der Nordwestecke ist neu untermauert. Zum Hocheingang führt nun die neue Aussentreppe und im Turminnern lässt der Aussichtsturm eine umfassende Rundsicht zu - vom Säntis im Osten über den ganzen Alpenkranz, den Jura und das Mittelland.

Damit sind zwei Zielsetzung des Vereins, nämlich die imposante Ruine als geschichtliches und kulturelles Wahrzeichen der Gemeinde Alberswil und der Luzerner Landschaft zu erhalten und die, den Turm wieder begehbar zu machen, in vollendeter Form erreicht.  

Die archäologische Verantwortung

Für die substanziellen Veränderungen auf Kastelen ist eine Baukommission zuständig. Den Vorsitz führte seit Beginn der Arbeiten Josef Wermelinger und für die Realisierung des Aussichtsturmes Peter Schwegler. Alle Mitglieder waren sich immer der Verantwortung gegenüber der bestehenden Bausubstanz bewusst. Einerseits will man den Besuchern das Kultur- und Geschichtsdenkmal näher bringen, anderseits würde es unter einer unsachgemässen Übernutzung leiden und seine Eigenartigkeit verlieren. Das war auch bei allen Kontakten mit der Kantonalen Denkmalpflege immer wieder ernsthafter Gesprächsstoff. Mit dem nun gewählten Bauwerk sind diese Kriterien bestmöglich berücksichtigt.

Für die Mauern des Turmes und die Fundamente hatte Jakob Obrecht, dipl. Ing. ETH, die verantwortliche Bauleitung. Die Kantonsarchäologie Luzern nahm die Untersuchung des Innenraumes und des Sodbrunnens vor. Über alle Arbeiten sind genaue Zeichnungen und aussagekräftige Fotografien gemacht worden. Ausführliche schriftliche Berichte sichern die wissenschaftlichen Ergebnisse für die Nachwelt. Alle Maurerarbeiten führte der auf historische Bauten spezialisierte ortsansässige Josef Wermelinger aus.

Im Winter
Die repräsentable Ostseite
Archäologe beim Zeichnen
"Steingetreue" Zeichnung einer Aussenwand
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